Der am 15. August 1895 in Sosnowice, einem kleinen Ort im südlichen Polen, geborene Szlamo Fischl kam 1921 an das Hamburger Stadtheater, nachdem er zuvor als Chorsänger am Operettenhaus der Hansestadt engagiert gewesen war. Am Stadttheater trat er zunächst als Severin und später als Salo Fischel auf. Im Frühjahr 1934 wurde er aufgrund seiner jüdischen Herkunft entlassen. Erst drei Jahre später, ab März 1937, zahlte ihm die Oper die ihm zustehende Pension. Fischl wohnte in der Grindelallee 146. Im Juli 1939, kurz vor Kriegsbeginn, ging er zurück nach Polen. Sein weiteres Schicksal ist bislang unbekannt.
1895 Sosnowice