Der Geiger Robert Zeiler wurde am 4. Oktober 1879 in Wien geboren. Ausgebildet von Alfred Rosé, Robert Fuchs und Ferdinand Löwe am Konservatorium seiner Heimatstadt, spielte er zunächst im Wiener Konzertverein. 1906 kam er als verbeamteter Konzertmeister an die Hofoper Berlin, die spätere Staatsoper. Am 1. November 1937 erfolgte, wegen seiner jüdischen Ehefrau und auf Antrag vom Leiter der Parteikanzlei, Rudolf Hess, seine Zwangspensionierung. In der Folge ließen sich die Eheleute scheiden, wodurch für Zeilers Ehefrau der Schutz durch die so genannten „Mischehe“ entfiel. 1944 wurde sie in das KZ Theresienstadt deportiert – sie überlebte. Robert Zeilers weiterer Lebensweg ist unbekannt.
1879 Wien