Robert Kinsky wurde am 17. August 1910 in Budapest geboren und kam nach dem Studium bei Zoltán Kodály als junger Korrepetitor an die Semperoper. Weil er Jude war, beurlaubte ihn die neue Theaterleitung am 7. April 1933 und kündigte gleichzeitig seinen Vertrag zum 30. Juni 1933. Kinsky entschloss sich zur Flucht: Am 11. Juni 1933 bestieg er in Bremen den Passagierdampfer Sierra Nevada, der ihn nach Buenos Aires brachte, wohin auch Fritz Busch und andere Opfer der Entlassungen an der Semperoper emigrierten.
Am Teatro Colón stieg der Musiker – nunmehr unter dem Namen Roberto Kinsky – nicht nur zum Studienleiter und gefragten Dirigenten auf, sondern wurde auch erster Dirigent des argentinischen Nationalorchesters „Orquesta Sinfónica Nacional“. Am 15. September 1975 ist Robert Kinsky in Buenos Aires gestorben.
1910 Budapest
1975 Buenos Aires