Der am 5. März 1886 in Berlin geborene Tenor hatte zunächst eine kaufmännische Ausbildung durchlaufen und anschließend für mehrere Jahre als Bank- und Versicherungsangestellter gearbeitet. Nebenbei hatte er bei verschiedenen Berliner Gesangslehrern seine Stimme ausbilden lassen.
Im März 1928 wurde Rosenberg Mitglied des Chors der Krolloper, dem er bis zur Schließung des Hauses 1931 angehörte. Abgesehen von einigen kleinen Engagements gelang es ihm in den folgenden Jahren nicht, seine Karriere fortzusetzen. Die nationalsozialistische Machtübernahme machte schließlich alle Hoffnung zunichte, denn der Sänger war Jude. Arbeitslos, krank und verarmt nahm sich Richard Rosenberg am 7. März 1943 das Leben.
1886 Berlin
1943 Berlin