Paul Rembt, geboren in Marktbreit in Unterfranken, begann nach seiner Ausbildung an der Königlichen Musikschule in Würzburg seine Karriere 1894 als 1. Hornist des Sinfonieorchesters der Stadt Köln. 1904 wurde er an die Berliner Hofoper verpflichtet. Seit 1911 war er Lehrer für Horn und Solorepetitor an der Opernschule in Berlin, 1921 wurde er zum Professor ernannt. Auf seinen Wunsch hin wurde er zum 31. März 1932 aus Gesundheitsgründen von der Lehrtätigkeit entbunden. 1927 und 1932 war der Hornist Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters.
In zweiter Ehe war Paul Rembt mit der 1888 in Leipzig geborenen Sängerin und Gesangslehrerin Selma Rembt verheiratet, die Jüdin war. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten galt Paul Rembt daher als „jüdisch versippt“. Deshalb wurde er mit Bescheid vom 13. April 1937 aus der „Reichskulturkammer“ verwiesen. Seine Frau war bereits zuvor ausgeschlossen worden. Damit waren dem Ehepaar faktisch alle Erwerbsmöglichkeiten in ihren angestammten Berufen genommen. 1942 verstarb Paul Rembt. Bis zu diesem Zeitpunkt war Selma Rembt durch den Status der „privilegierten Mischehe“ noch in gewissem Maße geschützt gewesen. Dieser Schutz entfiel nun: Am 6. März 1943 wurde sie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort verliert sich ihre Spur.
1875 Marktbreit
1942 Berlin