Das technische Personal des Hessischen Landestheaters Darmstadt wurde in einer systematischen Aktion von allen als feindlich angesehenen Personen gesäubert. Dazu wurde am 12. Juni 1933 zunächst den Arbeitern und Angestellten ohne Angabe von Gründen zum 31. Juli 1933 gekündigt und in den folgenden Wochen jeder auf seine politische Vergangenheit und Abstammung hin überprüft. Die von einem politischen „Bereinigungsausschuss“ als jüdisch oder politisch missliebig eingestuften Mitarbeiter wurden nicht wieder eingestellt.
Am 3. April 1887 in Olsbrücken geboren, arbeitete Otto Hohmann seit 1922 als Garderobier am Hessischen Landestheater Darmstadt, wo er sich zudem als Vorsitzender des Betriebsrates engagierte. Weil er SPD-Mitglied war und Kritik an Hitler geübt hatte, wurde er 1933 entlassen. Hohmann überlebte den Krieg. Sein weiterer Lebensweg ist bislang unbekannt.
1887 Olsbrücken