Der Schauspieler wurde am 24. November 1899 in Wien geboren. Nach seiner Schauspielausbildung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien debütierte er am Burgtheater und ging 1921 ans Stadttheater Lübeck. Von 1922 bis 1928 am Frankfurter Schauspielhaus, ging er anschließend nach Berlin, wo er bis 1931 am Renaissance-Theater spielte und zudem als Gast am Staatstheater auftrat. 1932 kam er als Schauspieler und Regisseur nach Darmstadt.
Als Jude 1933 von dort vertrieben, floh Schiller 1933 nach Bern und wurde Spielleiter des dortigen Stadttheaters. In den Spielzeiten 1935/36 und 1937/38 wirkte er am Städtebundtheater Biel-Solothurn.
Am Jahresbeginn 1939 verließ Schiller Europa und emigrierte in die USA: Am 19. Januar bestieg er den Passagierdampfer SS Manhattan und reiste von Le Havre nach New York, wo er am 26. Januar eintraf. Er schloss sich dem im Vorjahr von Max Reinhardt und Wilhelm Dieterle in New York gegründeten, kurzlebigen Schauspielensemble „The Continental Players“ an, das vor den Nazis geflohenen deutschsprachigen Schauspielern eine künstlerische Heimat bieten wollte. An dessen 1939 unter Regie von Leopold Jessner herausgebrachten und in verschiedenen Städten der USA gezeigten Produktion von Friedrich Schillers Wilhelm Tell wirkte – neben Ernst Deutsch und der vom Stuttgarter Landestheater geflohenen Eva Heymann – auch Norbert Schiller mit. Ab 1947 gelang es ihm, in Hollywood Fuß zu fassen und, zumeist als Nebendarsteller, in zahlreichen Filmen mitzuwirken. 1973 besetzte ihn Maximilian Schell in einer Nebenrolle seines Films Der Fußgänger, in dem Schiller einen deutschen Schauspieler im amerikanischen Exil spielte. Zwei weitere Filme – Der Richter und sein Henker sowie Geschichten aus dem Wienerwald – folgten 1975 und 1979. Am 8. Januar 1988 ist Norbert Schiller in Santa Barbara, Kalifornien, gestorben.
1899 Wien
1988 Santa Barbara, Kalifornien