Max Heinemann wurde als Max Nowoselsky am 12. Dezember 1882 in Libau, dem heutigen Liepāja in Lettland, geboren. Nach zehnjährigem Engagement am Stadttheater Lübeck wechselte er 1920 als Tenor in den Chor der Stuttgarter Oper, übernahm aber auch kleinere solistische Rollen. Außerdem engagierte er sich im jüdischen Verein Esras Achim, in dem auch sein Kollege Leon Aschil musizierte. Aus Sicht des Landestheaters war Heinemann sängerisch so überzeugend, dass noch im Februar 1935 „das Staatstheater auf einen solchen Mann [...] nicht verzichten“ wollte – trotz seiner jüdischen Herkunft. Dennoch wurde er Ende 1935 entlassen, blieb aber nachweislich bis 1941 in Stuttgart und lebte im Januar 1939 noch in der Urbanstraße 30. Max Heinemanns weiteres Schicksal ist bislang ungeklärt.
1882 Liepāja (Libau)