Am 7. Januar 1882 wurde Max Fraenkel als Sohn des berühmten Pathologen und Bakteriologen Eugen Fraenkel und seiner Ehefrau Marie, geb. Deutsch, in Hamburg geboren. Seine Eltern hatten den jüdischen Glauben abgelegt und ihre drei Kinder Max, Margarete und Hans evangelisch taufen lassen.
Max Fraenkel studierte Medizin und eröffnete 1906 in der Dammtorstraße 14 eine eigene Praxis als Arzt für Nervenkrankheiten. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil, aus dem er, ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, 1918 nach Hamburg zurückkehrte. Zusammen mit seiner Ehefrau, der aus Hamburg stammenden Charlotte Sperber und den beiden gemeinsamen Kindern lebte er ab den 1920er Jahren in einer großzügigen Villa im Hamburger Stadtteil Volksdorf.
Seit 1925 fungierte Fraenkel als Theaterarzt des Hamburger Stadttheaters. 1933 musste er dieses Amt niederlegen, vier Jahre später folgte das totale Berufsverbot. Zwar bot ihm die Ehe mit seiner nicht-jüdischen Ehefrau noch einen relativen Schutz, doch die berufliche Perspektivlosigkeit, die beständige Bedrohung durch Denunzianten und der wachsende Druck, dem sich seine Angehörigen ausgesetzt sahen, raubten ihm allen Mut. Am 21. März 1938 nahm sich Max Fraenkel das Leben.
1882 Hamburg
1938 Hamburg