Der Chorsänger wurde am 19. März 1882 in Amsterdam als Sohn von Meijer Kapper und seiner Frau Judith, geb. Leon, geboren. Nach Schulzeit und Gesangsausbildung wirkte er zunächst an den Opernhäusern in Darmstadt und Koblenz und 1912 an der Deutschen Oper in Berlin-Charlottenburg. 1916 kam er an das Hamburger Stadttheater und bezog zusammen mit seiner Ehefrau Josina Cornelia von Diepenbeek eine Wohnung in der Marktstraße 28 im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Neben seinem Engagement im Chor des Stadttheaters betätigte er sich als Chorsänger in der Neuen Dammtorsynagoge.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde Mauritz Kapper zum 31. Juli 1933 zwangspensioniert. Als Jude war ihm fortan jegliche Betätigung an deutschen Bühnen untersagt, so dass sich das Ehepaar zur Flucht aus Deutschland entschloss und nach Amsterdam emigrierte, wo Kappers Mutter lebte. Nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen im Mai 1940 sah sich der Sänger dort erneut mit dem nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungsapparat konfrontiert: Er musste den stigmatisierenden „Judenstern“ auf der Kleidung tragen und stets befürchten, von den deutschen Besatzern verhaftet und deportiert zu werden. Von Januar bis Dezember 1943 versteckte er sich daher bei Bekannten in der Nähe von Appeldoorn, um den Razzien und der Verschleppung in den Tod zu entgehen. Erst als es seiner Frau im Dezember 1943 gelang, bei den Besatzungsbehörden gültige Papiere zu erhalten, welche die schützende „Mischehe“ bestätigten, kehrte Kapper nach Amsterdam zurück.
Mauritz Kapper überlebte Krieg und Verfolgung. Er starb 1984 in den Niederlanden.
1882 Amsterdam
1984 Amsterdam