Am 12. Mai 1900 in Düsseldorf geboren, studierte Karl von Appen nach einer Lehre als Maler und Fotograf ab 1920 in Frankfurt Malerei. Daneben arbeitete er seit 1921 als Bühnenbildner am Frankfurter Künstlertheater. Nach einigen Jahren als Künstler und Bühnenbildner in Berlin und Dortmund kam er 1929 als freier Maler nach Dresden. Hier schuf er Bühnenbilder etwa für Hindemiths Sancta Susanna, Strawinskys Die Geschichte vom Soldaten und Milhauds Der arme Matrose. Ab 1930 arbeitete er als Bühnenbildner in Würzburg. Weil er seit 1932 Mitglied der KPD und eines kommunistischen Künstlerbundes war, erhielt Karl von Appen 1933 als „politisch Untragbarer“ Berufsverbot und musste sich in den folgenden Jahren mit der Unterstützung von Freunden durchschlagen. Im Mai 1940 erhielt er eine Anstellung im Malsaal der Semperoper – als Aushilfe. Ein Jahr später wurde er am 23. Juni 1941 von der Gestapo verhaftet, als Mitglied im kommunistischen Widerstand verurteilt und im Strafgefangenenlager Rollwald inhaftiert. Dort wurde Karl von Appen 1945 von US-Truppen befreit. Bereits wenige Monate später, im Oktober 1945, wurde er als Leiter des Ausstattungswesens an die Semperoper engagiert, und übernahm von 1947 bis 1950 die Leitung der Staatstheater. Ab 1954 arbeitete er als Chefbühnenbildner des Berliner Ensembles und als Gast an zahlreichen Theatern in beiden deutschen Staaten und in London. 1961 wurde er Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Am 22. August 1981 ist Karl von Appen in Berlin gestorben.
1900 Düsseldorf
1954 Berlin