Der am 1. Mai 1890 geborene Tischler Karl Schade gehörte seit 1930 dem Betriebsrat der Berliner Staatsoper an. Als die am 28./29. März 1933 fälligen Neuwahlen ausgesetzt wurden, trat er mit dem gesamten Betriebsrat zurück. Während die Betriebsratsvorsitzenden weiterbeschäftigt wurden, erhielt Schade am 19. September 1933 die Kündigung nach § 4 des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“. Er biete „aufgrund der gemachten Erfahrungen nicht die Gewähr, daß er jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staats eintritt.“ Karl Schade überlebte und arbeitete nach dem Krieg am Berliner Hebbel-Theater.