Das technische Personal des Hessischen Landestheaters Darmstadt wurde in einer systematischen Aktion von allen als feindlich angesehenen Personen gesäubert. Dazu wurde am 12. Juni 1933 zunächst den Arbeitern und Angestellten ohne Angabe von Gründen zum 31. Juli 1933 gekündigt und in den folgenden Wochen jeder auf seine politische Vergangenheit und Abstammung hin überprüft. Die von einem politischen „Bereinigungsausschuss“ als jüdisch oder politisch missliebig eingestuften Mitarbeiter wurden nicht wieder eingestellt.
Karl Adam wurde am 2. Dezember 1896 in Darmstadt geboren und arbeitete als Bühnenarbeiter am Landestheater. 1933 wurde er wegen „politischer Unzuverlässigkeit“ entlassen. Er fand erst 1937 wieder Arbeit bei Opel in Rüsselsheim, ab 1939 bei der Süddeutschen Zucker AG und 1940 bei den Stahlwerken Röchling Buderus. 1978 ist Karl Adam in Darmstadt gestorben.
1896 Darmstadt
1978 Darmstadt