Der Geiger Julius Brauer wurde am 19. August 1889 in Stuttgart geboren. Seit 1913, unterbrochen nur durch seine Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg, spielte der Geiger im Orchester des Stuttgarter Landestheaters. Da er der nationalsozialistischen Ideologie zufolge als „Mischling 1. Grades“ – umgangssprachlich als „Halbjude“ – galt, wurde er 1936 aus der Reichsmusikkammer ausgeschlossen und verlor damit die Berechtigung für die weitere Ausübung seines Berufs. Am 1. September 1936 wurde der Kammermusiker zwangspensioniert. Die Ehe mit seiner nicht-jüdischen Frau bewahrte ihn vor der Deportation. Julius Brauer starb am 28. Januar 1944 in Stuttgart.
1889 Stuttgart
1944 Stuttgart