Josef Brotmann wurde am 5. Juni 1895 in Schidlowitz geboren. Seit 1923 sang er als zweiter Bass im Chor der Staatsoper, trat aber auch in kleinen Rollen an der Krolloper auf. Sein Name befand sich auf der „Judenliste“ der Nazi-Betriebszelle an der Staatsoper, so dass ihm im Juni 1933 gekündigt wurde. Daraufhin wirkte er zunächst im Chor des Jüdischen Kulturbundes in Berlin, bevor er zu einem bislang ungeklärten Zeitpunkt in seine Heimat Polen zurückkehrte. Nach Kriegsbeginn hielt er sich in Warschau auf. Josef Brotmann wurde Opfer des Holocaust. Die näheren Umstände seines Todes sind unbekannt.
1895 Schidlowitz