Iso Golland wurde als Yitzhak Golland am 21. März 1900 im ukrainischen Krementschuk geboren. In den 1920er Jahren gehörte der Bariton zum Ensemble des Moskauer Hebräischen Künstlertheaters Habima, einem professionellen Theaterkollektiv, das seine Stücke in hebräischer Sprache aufführte und internationale Gastspiele absolvierte. Als der Antisemitismus in der Sowjetunion Mitte der 1920er Jahre erdrückend wurde, verließ die Truppe im November 1926 das Land und reiste nach New York aus. Doch der erwartete Erfolg blieb aus, so dass zahlreiche Mitglieder die Kompagnie verließen.
Zu denen, die sich neu orientierten, gehörte auch Iso Golland, der New York im Jahr 1927 in Richtung Berlin verließ, um dort ein Engagement an der Krolloper anzutreten. Er gehörte dem Ensemble des Hauses bis zu dessen Schließung 1931 an, gastierte allerdings auch in Palästina, wo er etwa im Juli und August 1928 gefeierte Konzertabende gab und die Kritiker nicht nur mit seiner Stimmgewalt, sondern auch mit seinen theatralischen Fähigkeiten begeisterte.
Am 26. Februar 1931 wurde Iso Golland an der Krolloper gekündigt. Sein weiterer Lebensweg lässt sich bislang nur bruchstückhaft rekonstruieren: Offenbar ging er zurück in die Sowjetunion, wo er während des Kriegs Konzerte gab. Im August 1942 gastierte er erneut in Palästina im Theater Moghrabi in Tel Aviv mit einer Aufführung der populären Operette „Ball im Savoy“. In den Nachkriegsjahren lebte der Sänger wahrscheinlich erneut in der Sowjetunion und trat mit Konzertabenden und Radioauftritten in Erscheinung. In den 1960er Jahren wanderte er nach Israel aus. 1978 ist Iso Golland gestorben.
1900 Krementschuk
1978 Tel Aviv