Hermann Rau hatte in der Spielzeit 1903/04 als Expedient im Büro der Theaterleitung begonnen und war 1920/21 zum Bürodirektor aufgestiegen. Als enger Mitarbeiter des abgesetzten Generalintendanten Alfred Reucker war er 1933 der neuen Führungsspitze verdächtig: Wegen eines fingiertes Dienstvergehens wurde Rau entfernt und damit die Direktorenstelle des „Parteigenossen“ Franz Heger freigemacht. Herrmann Rau wurde inhaftiert, vor Gericht gestellt und nach einem Freispruch 1934 nach Leipzig versetzt. Über seinen weiteren Lebensweg ist nichts bekannt.