Nach der Machtübernahme 1933 begannen auch im technischen Personal der Dresdner Staatstheater die Vertreibungen, die sich jedoch nur noch bruchstückhaft rekonstruieren lassen. Zudem arbeiteten viele technische Angestellte sowohl am Staatsschauspiel wie an der Semperoper. Die Forschungsergebnisse zu anderen Theatern zeigen jedoch, dass die Kündigungen im technischen Personal 1933 zum größten Teil aus politischen Gründen erfolgten. Die freiwerdenden Stellen wurden häufig mit NSDAP-Mitgliedern besetzt.
Der am 1. Januar 1880 in Ansprung bei Marienberg geborene Beleuchtungsinspektor Hermann Schneider wurde am 30. Dezember 1933 auf Grundlage nationalsozialistischen „Gesetztes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ entlassen. Offenbar wehrte er sich juristisch gegen diese Entscheidung. Er wurde deshalb zum 31. März 1934 zwangspensioniert. Hermann Schneider starb am 26. August 1948 in Dresden.
1880 Ansprung
1948 Dresden