Die Sängerin wurde am 3. September 1883 in Darmstadt geboren und gehörte seit 1912 zum Chor des Hessischen Landestheaters Darmstadt. Als 1933 der Chorobmann Otto Hundsdorf mit Propagandareden und Drohungen als aggressiver Nazi auftrat, verfasste sie eine Beschwerde und organisierte eine Unterschriftensammlung unter den Chormitgliedern. Daraufhin wurde sie am 26. Mai 1933 entlassen. Auch ihre Wiedereinstellung als Hilfssouffleuse scheiterte am Widerstand des Chorobmanns. 1948 trat Helene Rungius vor einer Spruchkammer gegen ihn als Zeugin auf. 1972 ist sie in Darmstadt gestorben.
1883 Darmstadt
1972 Darmstadt