Ernst Ewald Gebert wurde am 19. Oktober 1901 in Berlin geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik in Berlin und begann seine musikalische Karriere 1924 als Kapellmeister am Stadttheater im schlesischen Liegnitz (heute: Legnica/Polen). 1926 wechselte er als Kapellmeister und Korrepetitor an das Deutsche Theater in Prag. Zudem trat er als Gastdirigent bei Konzertveranstaltungen in Erscheinung und veröffentlichte Konzertkritiken. Ab 1929 wirkte er bis zur Schließung des Hauses 1931 als Korrepetitor an der Krolloper.
Da ihm nach der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 nur noch Tätigkeiten in jüdischen Kulturorganisationen erlaubt waren, engagierte er sich im Berliner Jüdischen Kulturbund. Dort dirigierte er in den Jahren 1934 und 1935 etwa konzertante Opernaufführungen wie den Barbier von Bagdad und Singspiele von Jacques Offenbach und Ditters von Dittersdorf.
1937 verließ Gebert Europa und emigrierte über Kuba in die USA, wo er am 31. Dezember 1937 in Miami an.kam In den folgenden Jahren lebte er zusammen mit seiner amerikanischen Ehefrau Ella, geb. Wollenberg, die er im Februar 1942 heiratete, in Chicago und Seattle. Im Dezember 1942 zog das Ehepaar nach Los Angeles, wo er am 27. Juli 1945, nunmehr unter Namen Ernest Gebert, die amerikanische Staatsbürgerschaft erlangte.
Gebert lehrte von 1939 bis 1943 an der Opernabteilung der University of Washington. 1948 gründete der Musiker im kalifornischen Inglewood ein Symphonieorchester, dem er bis 1960 vorstand und für das der ebenfalls aus Deutschland emigrierte Erich Wolfgang Korngold sein „Thema mit Variationen op.42“ komponierte. Nach seinem Weggang aus Inglewood trat Gebert 1960 als Gründer des Hollywood Symphony Orchestra in Erscheinung.
Am 21. November 1961 erlitt der Musiker während einer Konzertpause einen Zusammenbruch. Einen Tag später ist Ernst Ewald Gebert in Hollywood gestorben.
1901 Berlin
1961 Hollywood, Kalifornien