Erich Engel wurde am 13. Januar 1888 in Wien geboren. Dort studierte er Musik und begann seine Karriere 1913 als Korrepetitor an der Deutschen Oper in Berlin. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft kehrte er 1919 als Dirigent und Dramaturg an die Deutsche Oper zurück, wo er bis 1925 blieb und zum Assistenten von Leo Blech und Bruno Walter aufstieg. Zusätzlich lehrte er an der Berliner Musikhochschule. 1925 kam er als Leiter der musikalischen Einstudierung an die Dresdner Semperoper und avancierte als enger Mitarbeiter des Generalmusikdirektors Fritz Busch zum „Gewissen“ der Staatsoper in musikalisch-künstlerischen Dingen.
Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde Erich Engel zusammen mit Fritz Busch am 9. März 1933 durch den kommissarischen Generalintendanten der Semperoper, Alexis Posse, beurlaubt und zum 18. Mai 1933 entlassen. Noch im gleichen Jahr ging er zusammen mit Fritz Busch und anderen vertriebenen Künstlern nach Buenos Aires. Dort wirkte er von 1933 bis 1950 als Studienleiter am Teatro Colón und als Direktor des dortigen Opernstudios. Gemeinsam mit Josef Gielen, Robert Kinsky und Otto Erhardt prägte er das Ensemble des Hauses nachhaltig.
1951 kehrte Engel als Dirigent der Wiener Staatsoper nach Europa zurück und übernahm im selben Jahr die künstlerische Leitung der ersten Bayreuther Festspiele nach Kriegsende. Zudem wurde er Direktor des Opernstudios der Wiener Staatsoper. Am 30. Dezember 1955 ist Erich Engel in Wien gestorben.
1888 Wien
1955 Wien