Am 12. Dezember 1900 in Altenlohm geboren, arbeitete der Elektriker Erich Baumgart seit August 1921 als Beleuchter am Schauspielhaus. Seit 1924 war er Mitglied der SPD und des Betriebsrates. Als im August 1933 oppositionelle Arbeiter die Aufschrift „Rot Front lebt“ im Opernhaus anbrachten, wurde Baumgart verhaftet und mit sechs weiteren Kollegen für einige Wochen inhaftiert. Am 25. September wurde er schließlich als „politisch untragbar“ entlassen. 1934 wurde er wieder eingestellt und arbeitete bis zur kriegsbedingten Schließung der Theater im September 1944 in seiner alten Stellung. Er wurde zum Militär eingezogen und geriet im April 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach Kriegsende kehrte er nach Dresden zurück und arbeitete bis 1966 an den Staatstheatern. Wegen seiner Verdienste als Beleuchtungsinspektor wie als Ausbilder wurde er 1961 zum Ehrenmitglied der Staatstheater ernannt. Am 6. Dezember 1977 ist Erich Baumgart in Dresden gestorben.
1900 Altenlohm
1977 Dresden