Die Sopranistin wurde am 4. August 1889 im schlesischen Brieg, als Tochter der Eheleute Emanuel und Sally Land, geb. Milch, in eine jüdische Familie geboren. Sie debütierte 1912 am Theater von Mährisch-Ostrau, ging 1913 ans Theater von Kiel und wechselte 1915 an die Volksoper in Wien. 1919 wechselte sie an das Hamburger Stadttheater, wo sie bereits 1914 und 1918 gastiert hatte. In der Hansestadt trat sie unter anderem als Amelia in Giuseppe Verdis Ein Maskenball und als Leonore in Der Troubadour auf, außerdem als Venus in Richard Wagners Tannhäuser. Außerdem lernte sie in Hamburg den Kapellmeister Werner Wolff kennen, der wie sie am Stadttheater engagiert war und den sie 1923 heiratete.
Emmy Land blieb bis zum Sommer 1932 Teil des Ensembles. Dann jedoch wurde sie zusammen mit ihrem Ehemann entlassen, der als Jude immer wieder im Fokus der nationalsozialistischen Lokalpresse gestanden hatte und nun auf Druck der Rechtsparteien seinen Posten verlor. Das Ehepaar zog 1936 nach Berlin und floh von dort ins Exil: Während Werner Wolff bereits im Oktober vorausreiste, verließ Emmy Land vom französischen Le Havre aus den europäischen Kontinent in Richtung USA, wo bereits ihre Tochter lebte. Am 26. Januar 1939 traf die Sängerin dort an Bord des Dampfers Manhattan ein.
Kurze Zeit später übersiedelten Emmy Land und Werner Wolff nach Chattanooga, Tennessee, wo sie zunächst an der dortigen Universität und am renommierten Cadek Conservatory unterrichteten. 1943 gründeten sie die erste Opernschule des Bundesstaates und legten damit den Grundstein des heutigen Opernhauses der Stadt. Am 26. November 1955 ist Emmy Land in Chattanooga, gestorben.
1889 Brieg
1955 Chattanooga, Tennessee