Else Fink, geboren am 21. Juli 1906 in Wien, erhielt ihre Gesangsausbildung in Berlin und trat in den 1920er Jahren zunächst vor allem als Konzertsängerin und mit kleineren Opern-Partien an Wiener Bühnen in Erscheinung. 1931 wurde sie als Sopranistin für kleinere Partien an die Berliner Staatsoper verpflichtet und trat zudem als Schauspielerin in Filmproduktionen auf.
Ihr Name stand auf der „Judenliste“ der Nazi-Betriebszelle an der Staatsoper, die im Frühjahr 1933 im Haus zirkulierte. Im Juni 1933 wurde sie daher entlassen. Zunächst noch am Stadttheater Saarbrücken engagiert, wo die Kritik ihre „darstellerische Eindringlichkeit und stimmliche Reinheit“ lobte, floh die Sängerin kurze Zeit später aus Deutschland. Von 1935 bis 1937 wirkte sie am Deutschen Theater in Brünn und trat noch bis 1938 in Rundfunkkonzerten auf.
Wie Else Fink die folgenden Jahre verbrachte ist bislang unbekannt. Nach dem Krieg gastierte sie unter anderem am Stadttheater in Zürich und lehrte ab 1957 an der amerikanischen Temple University in Philadelphia, deren Opernklasse sie begründete. 1973 ging die Sängerin in den Ruhestand. Am 6. September 1975 ist Else Fink gestorben.
1906 Wien
1975 Philadelphia