Bruno Schwoch wurde am 16. März 1900 in Berlin als Sohn des Kaufmanns Hellmuth Schwoch und seiner jüdischen Ehefrau Charlotte, geb. Schaffrainsky, geboren. 1919 begann er ein Musikstudium und studierte Theorie, Komposition, Klavier und Gesang. Im März 1923 wurde er Szenerie-Inspektor und Hilfsregisseur an die Berliner Staatsoper engagiert, 1926 heiratete er die aus Berlin stammende Stenotypistin Käthe Gottschalk. 1929 wurde er Mitglied des Betriebsrates, dem er bis zu dessen Zwangsauflösung im März 1933 angehörte. Er stand auf der „Judenliste“ der Nazi-Betriebszelle an der Staatsoper und wurde im Juni aufgrund des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ entlassen. Die Kündigung, so schrieb der Entlassene verzweifelt an den Generalintendanten Heinz Tietjen, habe ihn „einem Nervenzusammenbruch“ nahe gebracht, da sie „die Vernichtung meiner Existenz bedeutet“.
Schwoch beendete seine künstlerische Tätigkeit und ließ sich für den Einsatz in der Landwirtschaft ausbilden. Bruno Schwoch floh aus Deutschland und emigrierte zusammen mit seiner Ehefrau im November 1934 nach Palästina. Sein weiterer Lebensweg ist unbekannt.
1900 Berlin