Das technische Personal des Hessischen Landestheaters Darmstadt wurde in einer systematischen Aktion von allen als feindlich angesehenen Personen gesäubert. Dazu wurde am 12. Juni 1933 zunächst den Arbeitern und Angestellten ohne Angabe von Gründen zum 31. Juli 1933 gekündigt und in den folgenden Wochen jeder auf seine politische Vergangenheit und Abstammung hin überprüft. Die von einem politischen „Bereinigungsausschuss“ als jüdisch oder politisch missliebig eingestuften Mitarbeiter wurden nicht wieder eingestellt.
August Aßmuth wurde am 19. August 1893 in Darmstadt geboren und wohnte in der Eichwiesenstraße. Seit 1929 als Polsterer und Tapezierer am Hessischen Landestheater Darmstadt tätig, wurde er wegen seiner SPD-Mitgliedschaft am 10. Oktober 1933 entlassen. Später gelang es ihm, eine Stelle als Polsterer für Autositze bei Opel in Rüsselsheim zu erlangen. Nach dem Krieg arbeitete Aßmuth wieder am Landestheater. In den 1950er Jahren wurde er als politisch Verfolgter anerkannt. August Aßmuth ist am 20. Oktober 1966 in Darmstadt gestorben.
1893 Darmstadt
1966 Darmstadt