Am 14. Oktober 1871 als Sohn eines israelitischen Gemeindesekretärs in Wien geboren, war der Dirigent und Komponist schon in den 1920er Jahren international bekannt. Von 1927 bis 1931 wirkte er als Erster Kapellmeister an der Krolloper, absolvierte aber auch zahlreiche Gastdirigate an europäischen Opernhäusern.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme emigrierte Zemlinsky im Frühjahr 1933 nach Wien, wo er als Musikdirektor des Wiener Konzertorchesters wirkte und sich erneut seinen Kompositionen widmete. Doch die Annexion Österreichs durch Deutschland im März 1938 zwang ihn erneut zur Flucht: Zusammen mit seiner Ehefrau verließ er, unter Aufgabe weiter Teile des gemeinsamen Besitzes, das Land und gelangte über die Tschechoslowakei, Holland und Frankreich im Dezember 1938 in die USA.
Durch die Strapazen von Verfolgung und Flucht gesundheitlich stark beeinträchtigt, versuchte Zemlinsky in New York seine Karriere als Komponist fortzusetzen. Doch trotz einiger populärer Kompositionen blieb der erhofft Erfolg aus. Nach einem Nervenzusammenbruch und einer Reihe von Schlaganfällen starb Alexander von Zemlinsky am 15. März 1942 in Larchmont, New York.
1871 Wien
1942 Larchmont